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Schlaf schön
Donnerstag, 22. März 2012, 21:38
Der dunkle Raum. Die Stimme, die ihr sagte, was ihr bevor steht. Womit sie sich abzufinden hat. Was sein muss.
Und sie zitterte und konnte die Laute, die ihr Trommelfell durchschlitzten, nicht aufhalten. Ihr Blutdruck stieg und stieg, doch sie fühlte ihren Herzschlag nicht.
Dann ging sie. Zitternde Knie und dieser Wunsch, in Tränen auszubrechen und die Welt mit ihren Schluchzern in Erdbeben zu erschüttern. Aber, nein. Sie ging einfach und sagte nichts. Sie sagte nichts, und fühlte nichts, und war gar nicht da.
Dann wachte sie wieder auf. Und fühlte. Angst. Sie kann über den Raum nicht nachdenken, ohne nervös zu werden. Aber was ist schon nervös. Nervös, sie wünschte, sie wäre es. Nicht nervös, sondern einfach ohnmächtig. Die Welt machte da was mit ihr, was sie nicht entscheiden konnte, und es auch niemals beeinflussen wird. Sie glaubt, sie schämt sich dafür, während sie dennoch weiß, dass sie es nicht ändern kann. Auch, wenn sie es sich noch so sehr wünschte. Die Tage verstreichen und es kommt immer näher, was sie mal im Dunkeln hörte. Manchmal träumt sie, alles wär okay. Das ist jedoch so unwahrscheinlich, dass nicht einmal ihr Unterbewusstsein diesen Wunsch akzeptieren kann.
Der Tag wird kommen und mit ihm noch mehr Angst. Die schlafloseste Nacht ihres Lebens wird das sein.
Denn am nächsten Tag wird sie die Narkose erwarten.
Und sie zitterte und konnte die Laute, die ihr Trommelfell durchschlitzten, nicht aufhalten. Ihr Blutdruck stieg und stieg, doch sie fühlte ihren Herzschlag nicht.
Dann ging sie. Zitternde Knie und dieser Wunsch, in Tränen auszubrechen und die Welt mit ihren Schluchzern in Erdbeben zu erschüttern. Aber, nein. Sie ging einfach und sagte nichts. Sie sagte nichts, und fühlte nichts, und war gar nicht da.
Dann wachte sie wieder auf. Und fühlte. Angst. Sie kann über den Raum nicht nachdenken, ohne nervös zu werden. Aber was ist schon nervös. Nervös, sie wünschte, sie wäre es. Nicht nervös, sondern einfach ohnmächtig. Die Welt machte da was mit ihr, was sie nicht entscheiden konnte, und es auch niemals beeinflussen wird. Sie glaubt, sie schämt sich dafür, während sie dennoch weiß, dass sie es nicht ändern kann. Auch, wenn sie es sich noch so sehr wünschte. Die Tage verstreichen und es kommt immer näher, was sie mal im Dunkeln hörte. Manchmal träumt sie, alles wär okay. Das ist jedoch so unwahrscheinlich, dass nicht einmal ihr Unterbewusstsein diesen Wunsch akzeptieren kann.
Der Tag wird kommen und mit ihm noch mehr Angst. Die schlafloseste Nacht ihres Lebens wird das sein.
Denn am nächsten Tag wird sie die Narkose erwarten.
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Kopf oder Zahl
Sonntag, 18. März 2012, 13:12
Hatte eine Idee. Weiß noch nicht, ob ich sie mag, aber das wird sich in der Praxis wohl erst herausstellen werden.
Ich gebe als Nebenjob im Studium Sprachkurse in Deutsch für Ausländer. Sichere Einnahmequelle, vielleicht. Immerhin kann ich sicher sein, dass ich damit gutes Geld verdienen kann. Außerdem ist das dann auch noch eine sinnvolle Aufgabe.
Meine Eltern sagen, ich solle Germanistik studieren. Ich mag Literatur, keine Frage, möglicherweise könnt ichs auch einfach mal drauf ankommen lassen und das ausprobieren.
Was hab ich denn zu verlieren? Relativ wenig.
Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, aber langsam komme ich auf den Weg einer Perspektive. Das ist gut.
Meine Pläne sind andererseits aber auch echt wackelig. Zum Beispiel würde ich mich freuen, später mit meinem Freund zusammen ziehen zu können. Aber ich hab Angst, das dadurch alles zerbrechen kann, was wir jetzt haben. Kann ich das Risiko wirklich einfach so eingehen? Es ist schwer, diese ganzen Entscheidungen zu treffen, weil ich auf einmal alles verlieren könnte.
Ich gebe als Nebenjob im Studium Sprachkurse in Deutsch für Ausländer. Sichere Einnahmequelle, vielleicht. Immerhin kann ich sicher sein, dass ich damit gutes Geld verdienen kann. Außerdem ist das dann auch noch eine sinnvolle Aufgabe.
Meine Eltern sagen, ich solle Germanistik studieren. Ich mag Literatur, keine Frage, möglicherweise könnt ichs auch einfach mal drauf ankommen lassen und das ausprobieren.
Was hab ich denn zu verlieren? Relativ wenig.
Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, aber langsam komme ich auf den Weg einer Perspektive. Das ist gut.
Meine Pläne sind andererseits aber auch echt wackelig. Zum Beispiel würde ich mich freuen, später mit meinem Freund zusammen ziehen zu können. Aber ich hab Angst, das dadurch alles zerbrechen kann, was wir jetzt haben. Kann ich das Risiko wirklich einfach so eingehen? Es ist schwer, diese ganzen Entscheidungen zu treffen, weil ich auf einmal alles verlieren könnte.
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Das Leben läuft in 5' -3' - Richtung
Dienstag, 13. März 2012, 19:23
Wahnsinnig übertrieben erleichtert und entspannt. Denn.....ich kann alles für meine Bioklausur.
Das klingt unglaublich und ich kanns selbst kaum fassen, aber es ist wahr: alle Bildungslücken sind ausgefüllt, selbst die Nucleotid-Strukturformeln können auch einen Chemieversager wie mich nicht mehr schocken.
Und den Denksport blieb nicht unbelohnt. Mein Freund hatte mir einen total leckeren Kuchen gebacken. Weil wir das ganze Wochenende- erfolgreich- gelernt haben.
Jetzt liegt es an mir, morgen früh meinen ganzen Hirninhalt pausenlos niederzuschreiben. Ich werde mir da nach dem jetzigen Stand eine Menge aus den Fingern saugen können.
Endlich mal ein Moment, wo ich sozusagen an mich glaube und den Erfolg in greifbarer Nähe weiß.
Muss nun dementieren, dass ich später, urplötzlich, meine positive Perspektive als Illusion sehe. Das wäre mehr als fatal. Ist mir aber leider schon oft genug passiert, so als geborene Pessimistin.
Doch dieses Erlebnis hier wird mir helfen, manchmal doch an das Gute in der Welt zu glauben. Man kann schließlich nicht immer nur bestraft werden.
Die DNA-Replikation zu verstehen ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein Meilenstein für meine Bio-Abinote.
Alsdann, freut euch, ihr Rotstifte, bald habt ihr länger zu leben :)
Das klingt unglaublich und ich kanns selbst kaum fassen, aber es ist wahr: alle Bildungslücken sind ausgefüllt, selbst die Nucleotid-Strukturformeln können auch einen Chemieversager wie mich nicht mehr schocken.
Und den Denksport blieb nicht unbelohnt. Mein Freund hatte mir einen total leckeren Kuchen gebacken. Weil wir das ganze Wochenende- erfolgreich- gelernt haben.
Jetzt liegt es an mir, morgen früh meinen ganzen Hirninhalt pausenlos niederzuschreiben. Ich werde mir da nach dem jetzigen Stand eine Menge aus den Fingern saugen können.
Endlich mal ein Moment, wo ich sozusagen an mich glaube und den Erfolg in greifbarer Nähe weiß.
Muss nun dementieren, dass ich später, urplötzlich, meine positive Perspektive als Illusion sehe. Das wäre mehr als fatal. Ist mir aber leider schon oft genug passiert, so als geborene Pessimistin.
Doch dieses Erlebnis hier wird mir helfen, manchmal doch an das Gute in der Welt zu glauben. Man kann schließlich nicht immer nur bestraft werden.
Die DNA-Replikation zu verstehen ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein Meilenstein für meine Bio-Abinote.
Alsdann, freut euch, ihr Rotstifte, bald habt ihr länger zu leben :)
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